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Geschichte des EMPAS

Das EMPAS ist eine unabhängige Forschungseinrichtung an der Universität Bremen und entstand 1988 aus dem DFG Forschungsschwerpunkt "Soziale Probleme". Im Vordergrund des Forschungsprogramms stehen Analysen sozialen Wandels, der internationale Vergleich und Lebensverläufe. In seiner empirischen Forschung integriert das EMPAS Anwendungsorientierung sowie theoretischen und methodischen Anspruch. Bereits in der frühen Jahren des Instituts waren die Gründungsmitglieder bemüht die soziologischen Forschung nicht auf zwei separaten Ebenen zu betreiben – einer akademisch-theoretischen Ebene und einer nicht akademischen jedoch empirischen Ebene.
Neben diesem Fokus auf eine undogmatische Herangehensweise, wurde zudem auch die Anwendung eines breiten Methodenspektrums betont.

Das Forschungsprogramm der frühen Jahre lässt sich in vier Interessengebiete aufteilen:

1. “Delinquency and Social Control”
2. “Gender and Sexual Relations”
3. “Education, Employment and Life Course”
4. Verschiedene Projekte zur angewandten Sozialforschung

Die Gründungsmitglieder der EMPAS waren:
Prof. Dr. Hans Haferkamp
Prof. Dr. Karl Schumann
Prof. Dr. Ansgar Weymann

Von 1990 bis 2002 war das Institut einer der Hauptträger des Sonderforschungsbereichs 186, Risiken und Statuspassagen im Lebenslauf. Aus dem EMPAS ging die Initiative zur Gründung der Graduate School of Social Sciences (GSSS) und der Bremen International Graduate School of Social Science (BiGSSS) hervor, die von der Faculty des EMPAS mitgetragen wird. Das Institut ist auch Mitträger des neuen Sonderforschungsbereichs 597 „Staatlichkeit im Wandel“. Es beherbergt die Koordination zweier Schwerpunktprogramme der DFG: SPP 1292 „Survey Methodology“ und SPP 1161 „Beziehungs- und Familienentwicklungspanel“ (Pairfam). In beiden Schwerpunktprogrammen sind im EMPAS jeweils drei Projekte angesiedelt.