Arbeitsstelle Kriminologie

Leitung:

LAUTMANN, R√ľdiger, Prof., Dr. (emeritiert)

Mitarbeiter:

HEILAND, Hans-G√ľnther, Dr. rer. pol., wiss. Mitarbeiter; GW 2, B 2380, Tel. 218-67303, e-mail 
 

Projekte

Konjunktur und Kriminalität
In diesem Projekt analysierten wir die Eigentumskriminalit√§t in Abh√§ngigkeit von √∂konomischen wie √∂kologischen Entwicklungen. Als Analyseeinheit wurden St√§dte gew√§hlt, da St√§dte Merkmale aufweisen, die eine Integration unterschiedlicher Konzepte von Kriminal- und Stadtsoziologie erm√∂glichten. Hierbei bedienten wir uns eines sekund√§ranalytisch gewonnenen Erkl√§rungmodells, das St√§dte mit unterschiedlicher sozio-√∂konomischer Entwicklung ber√ľcksichtigte. Uranisierungsgrad, Gelegenheitsstrukturen f√ľr Eigentumsdelikte, Indizes sozialer Ungleichheit und sozialer Kontrolle als unabh√§ngige Variablen komplettierten das komplexe Erkl√§rungsmodell. Laufzeit: 1979 bis 1982 F√∂rderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Economic Crisis and Crime
In diesem Projekt ging es um die Umsetzung der Frage, welchen Einfluss √∂konomische Krisen auf die registrierte Kriminalit√§t in europ√§ische Staaten aus√ľben. Diese von den europ√§ischen Justizministerien aufgeworfene Frage wurde in einer Expertengruppe, bestehend aus Vertretern aus Norwegen, England und Wales, Frankreich und Deutschland aufgegriffen und in einem l√§ndervergleichenden Design empirisch gepr√ľft. Neben einer Vielzahl von Einzelresultaten ergab sich jedoch kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Arbeitslosigkeit und der registrierten Kriminalit√§tsentwicklung in den genannten L√§ndern. Laufzeit: 1983-1984 F√∂rderer: Europarat

Wohlfahrtsstaaten, Kriminalitätsentwicklungen und Strafen - gesellschaftsvergleichende Analysen
Nachgegangen wurde in diesem Projekt der Frage, inwieweit es Wohlfahrtsstaaten gelingt, auch in Bereichen, die weniger gesellschaftliches Prestige besitzen (z.B. Strafe, Strafvollzug) Ziele wie Gleichheit, Gerechtigkeit, Humanit√§t und Sicherheit zu verwirklichen. Besonders interessierte hier die Frage, ob es eine Verschiebung im Bereich des Strafens von repressiven zu restitutiven Ma√ünahmen gibt. Begreift man pointiert das kriminalpolitische Programm wohlfahrtsstaatlich organisierter Gesellschaften als R√ľcknahme strafrechtlichen Zwangs, als Begrenzung des staatlichen Gewaltmonopols, dann l√§√üt sich aus den Analysen der L√§nder-daten Frankreichs, Englands und Wales, den USA, Japans und Deutschlands kein eindeutiger Trend ausmachen: Neue Formen kriminellen Verhaltens werden kriminalisiert und sanktioniert, manifeste Repression durch subtilere Formen der √úberwachung ersetzt. Laufzeit: 1986-1989 F√∂rderer: FNK der Universit√§t Bremen

Marche du Travail - Segmentation et Economic Dual - et Repression Penale Ausgehend von der Rusche These des Zusammenhangs von Arbeitsmarkt- und Sanktionsentwicklung wurden zun√§chst von den in der Kriminalsoziologie vorherrschenden Unemployment-Crime und Unemployment-Punishment-Relationen ausgegangen. Die geringe theoretische und empirische Differenzierung dieser Modelle f√ľhrte zur Einbeziehung des Segmentierungs- bzw. des dualen Arbeitsmarktansatzes aus der √Ėkonomie, weil hier Ankn√ľpfungspunkte zu der in der Kriminalsoziologie diskutierten Ungleichheits-Kriminalit√§s-These m√∂glich erschienen. In verschiedenen L√§nderberichten wurde auf der Basis zweier Modi von Kontrolle (Wohlfahrtsstaatsmodell und Strafenmodell der Kontrolle) die langzeitliche Entwicklung in Deutschland, England und Wales, Frankreich und Italien nachgezeichnet. Laufzeit: 1992-1995 F√∂rderer: Max-Planck-Institut f√ľr ausl√§ndische und internationales Strafrecht. Centre de Recherches Sociologiques sur le Droit et les Institutions Penales (CESDIP) und Groupe Europeen de Recherche sur les Normatives (GERN)

Zeitverwendung bei Studierenden
Ausgehend von einer theoretischen Besch√§ftigung mit der "Zeit" entstand der Wunsch, sich mit der Zeit als Variable empirisch zu besch√§ftigen. Es entstanden drei Zeitskalen "Protestantische Ethik (PE-Skala)", "Zeitbewu√ütsein" und "Zeitmanagement", ferner wurde ein Zeitverwendungsbogen entwickelt. Eingebunden in einen Fragebogen zur Zeitverwendung bei Studierenden wurde dieser Fragebogen nach einer Quotenauswahl an 300 Studenten der Universit√§t Bremen verteilt. 124 R√ľckl√§ufe waren f√ľr eine Auswertung verwendbar. Laufzeit: 1994-1996 F√∂rderer: Universit√§t Bremen - FNK


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